Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
25. Beethoven an Lorenz von Breuning1
(Fragment)
[Wien, den 28ten Dezember 1796]
1 Adressat des Briefes ist wahrscheinlich Lorenz von Breuning, von dessen Hand das Datum ergänzt und die Antwort auf der Rückseite notiert ist. Lorenz (Lenz) von Breuning (1776 – 1798) war der jüngste Bruder von Stephan, Christoph und Eleonore von Breuning. Er kam 1794 nach Wien, um Medizin zu studieren. Im Herbst 1797 kehrte er nach Bonn zurück. Der vorliegende Brief steht vermutlich in Zusammenhang mit einer Akademie der Vettern Andreas (1767 – 1821) und Bernhard Heinrich (1767 – 1841) Romberg Ende Dezember in Wien, an der Beethoven teilgenommen hat, s. Hans-Werner Küthen in: NGA III, 2, Kritischer Bericht S. 12. Einen Rekonstruktionsversuch des Briefes und der Antwort veröffentlichte Martin Staehelin a.a.O., S. 29.
2 Joseph Scheidl war "Direktor bei der Violine" – offenbar als Nachfolger Paul Wranitzkys – beim "Opernorchester beim Nazionaltheater" , s. Johann Ferdinand Schönfeld, Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag, Wien 1796 (Faksimilenachdruck München- Salzburg 1976), S. 83f. und 92.
3 Lesart unsicher, möglich wäre auch "Euer" .