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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

25. Beethoven an Lorenz von Breuning1

(Fragment)

[Wien, den 28ten Dezember 1796]

en gestern, wiewohl
d finde, daß, Haidn
honie geben oder nicht,
ist, einen von ihnen
n Rücksickt der
– übrigens höre ich
beiten vom Nationale –
bestellt ist, das müste
ste einer von ihnen
sen Morgen ist, und
den direcktor Scheidel2
, denn sie werden
n, daß sich die k.k.
ihnen dirigiren laßen? –
Dein3 Beethowen



1 Adressat des Briefes ist wahrscheinlich Lorenz von Breuning, von dessen Hand das Datum ergänzt und die Antwort auf der Rückseite notiert ist. Lorenz (Lenz) von Breuning (1776 – 1798) war der jüngste Bruder von Stephan, Christoph und Eleonore von Breuning. Er kam 1794 nach Wien, um Medizin zu studieren. Im Herbst 1797 kehrte er nach Bonn zurück. Der vorliegende Brief steht vermutlich in Zusammenhang mit einer Akademie der Vettern Andreas (1767 – 1821) und Bernhard Heinrich (1767 – 1841) Romberg Ende Dezember in Wien, an der Beethoven teilgenommen hat, s. Hans-Werner Küthen in: NGA III, 2, Kritischer Bericht S. 12. Einen Rekonstruktionsversuch des Briefes und der Antwort veröffentlichte Martin Staehelin a.a.O., S. 29.

2 Joseph Scheidl war "Direktor bei der Violine" – offenbar als Nachfolger Paul Wranitzkys – beim "Opernorchester beim Nazionaltheater" , s. Johann Ferdinand Schönfeld, Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag, Wien 1796 (Faksimilenachdruck München- Salzburg 1976), S. 83f. und 92.

3 Lesart unsicher, möglich wäre auch "Euer" .


© 1998 G. Henle Verlag, München