Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
33. Beethoven an Christine Gerhardi1
[Wien, vor dem 20. August 1798]2
1 Christine Gerhardi (geb. um 1777), Sängerin, Tochter des Christian Gerhardi, ehemals Direktor einer Tuchfabrik in Mähren, und der Sophie Gerhardi geb. Monti. Sie kam etwa 1795 nach Wien und heiratete dort am 20.8.1798 den Arzt Dr. Joseph Frank (1771 – 1842), den Sohn des berühmten Arztes Dr. Johann Peter Frank (1745 – 1821).
2 Nach der Anrede als "Fräulein G." und der Adresse "Mademoiselle de gerardi" muß der Brief vor der Heirat der Empfängerin geschrieben worden sein.