Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
98. Beethoven an Hoffmeister & Kühnel in Leipzig
[Heiligenstadt,] am 14ten Juli – 1802 –
1 Möglicherweise ein Leipziger Geschäftsfreund Hoffmeisters, der Beethoven empfohlen worden war; nicht identifiziert.
2 Die bei Hoffmeister und Kühnel erschienene Originalausgabe von op. 20 faßt die Sätze 1 – 3 sowie 4 – 6 zu je einer "Partie" zusammen. Hoffmeister hatte Beethoven am 30. Juni fünf Freiexemplare geschickt, s. Brief 95 . Die Idee, das Septett in zwei Teilen zu veröffentlichen, war schon ein Jahr zuvor besprochen worden. Am 22.7.1801 teilte Hoffmeister seinem Kompagnon Kühnel mit: " H.[err] v Beethoven wird mir zum Septetto, d[as] ich auch hier [d.h. in Wien] stechen lasse, noch 1 oder 2 Stüke neu verfertigen, um es sodan in 2 Theile zu theilen, und kaufrechter zu machen" (Leipzig, Sächsisches Staatsarchiv, Musikverlag C.F. Peters, Nr. 1404 fol. 57r).
3 Maria Theresia; ihr ist das Septett gewidmet. Der Verlag hatte angeboten, ein Exemplar für sie auf feinerem Papier zu drucken, s. Brief 95 .
4 Beethoven verbrachte den Sommer 1802 in Heiligenstadt.