Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
123. Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig
[Wien, etwa 18. Dezember 1802]1
1 Der Registraturvermerk gibt als Ankunftsdatum den 26.12.1802 an. Da die Post von Wien nach Leipzig ungefähr acht Tage brauchte, wurde der Brief etwa am 18. Dezember geschrieben.
2 Beethoven bezieht sich auf Anton Reichas 36 Fugues composées d'après un nouveau Système, die allerdings erst 1804 bei Steiner in Wien im Druck erschienen sind, s. Alexander Weinmann, Vollständiges Verlagsverzeichnis Senefelder, Steiner, Haslinger , Bd. 1, München- Salzburg 1979, S. 25. Reicha hatte das Werk Beethoven vermutlich im Manuskript gezeigt. Zu Beethovens "ganz neuer Manier" siehe auch Stefan Kunze, Die "wirklich gantz neue Manier" in Beethovens Eroica-Variationen op. 35 , in: AfMw 29 (1972) S. 124 – 141 sowie Küthen a.a.O., S. 219.
3 Dem Brief lagen offensichtlich die Autographen op. 34 und op. 35 bei.
4 Zu diesem Absatz ist ein mehrfach korrigierter und schließlich gestrichener Entwurf auf der ersten Seite des Autographs von op. 35 (Bonn, Beethoven-Haus, Slg. H.C.Bodmer Mh 6) überliefert: