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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

137. Beethoven an Baron Alexander Wetzlar von Plankenstern1

[Wien,] von Hauß am 18ten Mey [1803]2

Obschon wir unß niemals sprechen, so nehme ich doch gar keinen Anstand ihnen den überbringer dieses Hr. Brischdower einen sehr geschickten und seines Instruments ganz mächtigen Virtuosen zu emphelen – er spielt neben seinen Concerten auch vortrefflich quartetten , ich wünsche sehr, daß sie ihm noch mehrere bekanntschaften verschaffen, LobkowitzundFrieß3 und alle übrigen vornehmen Liebhabern hat er sich schon vortheilhaft bekannt gemacht – ich glaube, daß es gar nicht übel wäre, wenn sie ihn einen Abend zur therese schönfeld4 führten, wo so vie[l] ich weiß, manche fremde auch hinkommen oder bey ihnen – ich weiß, daß sie mir's selbst danken werden, ihnen diese Bekanntschaft gemacht zu haben – leben sie wohl mein Herr Baron –

ihr ergebenster
Beethowen
A Monsieur Baron Alexandre de Wezlar



1 Alexander Wetzlar Freiherr von Plankenstern (1769 – 1810), Bruder des Mozart-Freundes Raimund Wetzlar von Plankenstern (1752 – 1810).

2 Die Jahreszahl ist aus der Aufenthaltszeit des Geigers Bridgetower in Wien, April bis Juli 1803, zu erschließen, s. Brief 150 Anm. 1 .

3 Gemeint sind Fürst Franz Joseph Maximilian Lobkowitz und Graf Moritz von Fries. Beide subskribierten auf Bridgetowers Konzert vom 24.5.1803 mit 20 bzw. 25 Billets, s. TDR II, S. 394.

4 Möglicherweise eine Verwandte des Grafen Johann Hilmar Adolph Schönfeld, bei dem Georg August Griesinger als Hofmeister angestellt war.


© 1998 G. Henle Verlag, München