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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

166. Kaspar Karl van Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig

Wien am 23t 8ber 1803

Hrn Breitkopf u Heertel in Leipzig

PP

Ich ersuche Sie beiliegendes1 so viel wie möglich bekannt zu machen, u auf unsere Rechnung in die Hamburger Zeitung2 einrücken zu lassen.
Dann bitte ich Sie nicht auf die Namen der Rezensenten3 zu vergessen.

ihr ergeb[enster]
K. v Beethoven
de Vienne
A Monsieur Monsieur Heertel à LeipsicüberPrag



1 Wahrscheinlich ein Ausschnitt aus der Wiener Zeitung Nr. 85 vom 22.10.1803, S. 4025, mit Beethovens "Warnung" vor der von Carl Zulehner angekündigten Sammlung seiner Klavier- und Violinwerke:

"Warnung.
Herr Carl Zulehner, ein Nachstecher zu Maynz, hat eine Ausgabe meiner sämmtlichen Werke für das Pianoforte und Geiginstrumente angekündigt. Ich halte es für meine Pflicht, allen Musikfreunden hiermit öffentlich bekannt zu machen, daß ich an dieser Ausgabe nicht den geringsten Antheil habe. Ich hätte nie zu einer Sammlung meiner Werke, welche Unternehmung ich schon an sich voreilig finde, die Hand gebothen, ohne zuvor mit den Verlegern der einzelnen Werke Rücksprache genommen, und für die Correktheit, welche den Ausgaben verschiedener einzelner Werke mangelt, gesorgt zu haben. Ueberdieß muß ich bemerken, daß jene widerrechtlich unternommene Ausgabe meiner Werke nie vollständig werden kann, da in Kurzem verschiedene neue Werke in Paris erscheinen werden, welche Herr Zulehner, als französischer Unterthan, nicht nachstechen darf. Ueber eine unter meiner eigenen Aufsicht, und nach vorhergegangener strenger Revision meiner Werke, zu unternehmende Sammlung derselben, werde ich mich bey einer andern Gelgenheit umständlich erklären.
Ludwig van Beethoven."

2 Gemeint ist wahrscheinlich die angesehene " Staats- und Gelehrten Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten", vgl. Brief 107 . Beethovens Anzeige wurde dort nicht abgedruckt, wohl aber in der von Breitkopf & Härtel verlegten AMZ (Intelligenzblatt III zu Nr. 6 vom 9.11.1803, Sp. 10f.).

3 Siehe Brief 163 .


© 1998 G. Henle Verlag, München