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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

187. Kaspar Karl van Beethoven an Johann Sigmund Rizy1

[Wien, Ende Juli/Anfang August 1804]2

PP:

Haben Sie die Güte mir die 150 f zu schicken, einige Geschäften hindern mich selbst zu kommen. Dann, wenn es Ihnen möglich ist zahlen Sie doch die 147 F 30 xr an meinen Bruder Ludwig, oder wenigstens 50 f darauf. Ich würde Sie sicher nicht so sehr damit beunruhigen, wenn er nicht so viel in Baaden, und Döbling brauchte; daß ich es wohl brauche können Sie wohl denken, weil Sie mir schon Ende May versprochen, die 300 f zu geben, und ich meinen Überschlag machte.
ihr ergeben[ster] K. v Beethoven
a Monsieur M. Rizzi auf dem Kohlmarkt



1 Johann Sigmund Rizy (1759 – 1830), seit dem 15.3.1802 Gesellschafter des Kunst- und Industrie-Comptoirs auf dem Kohlmarkt in Wien, Schwager Joseph Sonnleithners.

2 Die Datierung stützt sich auf die Angabe der Wohnorte Beethovens. Ein Aufenthalt in Baden und anschließend in Döbling ist nur für die Sommermonate des Jahres 1804 sicher nachweisbar. (Für 1803 fehlen die Belege.) Sein Döblinger Quartier hat Beethoven nach dem 24.7.1804, Ende Juli oder Anfang August, bezogen.


© 1998 G. Henle Verlag, München