Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
202. Beethoven an Gräfin Josephine Deym
[Wien, vielleicht November 1804]1
1 Der Brief muß vor der Heirat Charlotte Brunsviks geschrieben sein, also vor Frühjahr 1805, da Charlotte danach Wien verließ. Vielleicht steht er in Verbindung mit Charlottes Bericht an ihre Schwester Therese vom 10. November 1804: " Beethoven était deux fois chez nous. Pepi l'a invité l'autre jour a dîné; après, on a fait musique, des quattors, et lui étais si aimable qu'il a tout de suite joué comme on l'a prié une sonate et des variations, les mêmes que je t'envoie, divinement. Il te dit mille belles choses" , s. La Mara, Beethoven und die Brunsviks , Leipzig 1920, S. 48, sowie André Hevesy, Petites Amis de Beethoven , Paris 1910, S. 47. Es ist nicht gesichert, ob Charlottes Bericht aus dem Jahre 1803 (Hevesy) oder 1804 (Schmidt-Görg, La Mara) stammt. Der intensive Kontakt Beethovens mit dem Hause Deym im Winter 1804/05 läßt jedoch das Jahr 1804 als wahrscheinlicher erscheinen.
2 Charlotte Brunsvik (1782 – 1843), Schwester der Adressatin.