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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

220. Beethoven an Gräfin Josephine Deym

[Wien, vielleicht April/Mai 1805]1

Es darf wohl keines Beweises – wie gern ich heute heute zu ihnen gekommen – aber – nur überhaüfung Von Arbeiten – und noch dazu erst diese Nacht um halb 3 – nach hause gekommen – sie waren so Traurig gestern Liebe J. – kann ich denn gar nichts auf sie wirken – da sie ja doch so sehr auf mich wircken – mich so glücklich machen – überlassen sie sich doch ja so sehr nicht ihrem Hange zur Traurigkeit, wie wehe thut mirs sie so zu sehen – und um so mehr, wenn man nicht weiß, wie oder wo mann helfen kann – hier ihr – ihr – Andante2 – und die Sonate3 – lassen sie doch den GeneralBaß – sie brauchen ihn nicht – warten sie bis ich einmal nicht mehr um sie bin – dann studieren sie ihn in Gottes Namen mit einem schulmeister – Morgen Abend komme ich zu ihnen, sind sie anders nicht verhindert? – wollen sie zu ihrer Tante F4 – –Vorhergehen, so lassen sie mich's morgen frühe wissen, ich komme dann erst gegen 9 Neun uhr Abends, und sie haben denn den Vortheil, daß sie zwei interessante Menschen wie einen gewissen h5 – und mich an einem Abend sehen – leben sie Wohl Engel meines Herzens.

Pour Madame La Comtesse Deym



1 Das vorliegende Schreiben ist vermutlich vor Brief 221 (an Josephine Deym) und Brief 222 (an Ferdinand Ries) einzuordnen, in denen Beethoven das Andante (WoO 57) von Josephine zurückerbittet und zur Abschrift an Ries weiterleitet.

2 Wahrscheinlich das Andante favori WoO 57.

3 Möglicherweise die Waldsteinsonate op. 53 oder op. 54. Schmidt-Görg vermutet im Zusammenhang mit Brief 219 die Kreutzersonate op. 47.

4 Elisabeth von Finta geb. Brunsvik (um 1750 – 1805).

5 Nicht zu identifizieren. Schmidt-Görg S. 17 und Anderson (Nr. 114) lesen fälschlich "N" und vermuten Nikolaus Zmeskall, Sigismund Neukomm oder Isidor Neugaß hinter dieser Initiale.


© 1998 G. Henle Verlag, München