Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
223. Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig
[Wien, Mai 1805]1
1 Aus inhaltlichen Gründen folgt, daß der vorliegende Brief nach Brief 218 , also nach dem 18.4.1805 geschrieben wurde und nicht, wie der Registraturvermerk des Verlags angibt, im März. Beantwortet wurden beide Briefe erst am 21.6.1805 (Brief 226).
2 Brief 210 , nicht überliefert.
3 Vermutlich ist nicht ein Brief Härtels aus Paris an Beethoven gemeint, sondern ein Brief, den Härtel von einem unbekannten Absender aus Paris empfangen und den er in seinem Schreiben an Beethoven "vom 30ten Jenner Datirt" erwähnt hat. Möglicherweise ist Härtel darin von Versuchen Beethovens oder eines Mittelsmannes informiert worden, die ihm zugesagten Werke auch an einen französischen Verleger zu verkaufen. Härtels Verlangen nach Ermäßigung des Honorars könnte mit dem eingeschränkten Verlagsrecht begründet worden sein.
4 Vermutlich hatte der Verlag in seinem Brief vom 30.1.1805 Vertragsbedingungen vorgeschlagen, die nicht mit den von Kaspar Karl van Beethoven im November in Brief 199 ausgehandelten übereinstimmten.
5 Kaspar Karl van Beethoven.
6 Die Abschrift und Durchsicht der noch ausstehenden Werke op. 56 und op. 57 hatte längere Zeit in Anspruch genommen, als Kaspar Karl van Beethoven bei seinem Angebot in Brief 199 vom 24.11.1804 versprochen hatte.
7 Für op. 55, op. 56, op. 53, op. 54 und eine dritte Klaviersonate, wohl op. 57, war ein Honorar von 1100 Gulden vereinbart worden.
8 Op. 53, op. 54 und op. 55, s. Brief 209 .
9 Wahrscheinlich eine frühe Fassung des Liedes Andenken WoO 136, s. Brief 209 und 226 .
10 Op. 85. Die Stimmen waren schon am 1.2.1805 mit Brief 211 durch Kaspar Karl van Beethoven überschickt worden. Die Partitur sollte Fürst Karl Lichnowsky Ende April 1805 nach Leipzig mitbringen, s. Brief 218 .
11 Trotz der Bemühungen von Fürst Karl Lichnowsky fand die erste Aufführung von op. 85 in Leipzig erst im Jahre 1812 statt.
12 Der Verdacht des Verlags bezog sich vermutlich auf Beethovens Bruder Kaspar Karl.