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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

224. Beethoven an Artaria & Comp.

[Wien, 1. Juni 1805]

P.S.

Ich melde ihnen hiermit, daß die sache Wegen Des neuen Quintets schon zwischen mir undGr. Frieß ausgemacht ist, der Hr. Graf hat mir Heute die Versicherung gegeben, daß er ihnen hiermit ein Geschenk machen will,1 für heute ist es schon zu spät die Sache schriftlich <wem>zu machen, doch soll dies in den ersten <Wochen gesche> Tägen der jezt kommenden Woche geschehn.2 für heute sey es ihnen nur genug mit dieser Nachricht – ich glaube hierdurch wenigstens ihren Danck verdient zu haben.

ihr ergebenster Diener
Ludwig van Beethowen
Vien am ersten Juni 1805

An die Hr. Artaria und Kompagnie



1 Das Schreiben steht in Zusammenhang mit dem langjährigen Rechtsstreit zwischen Beethoven und Artaria & Comp. wegen des Quintetts op. 29, das dem Grafen Moritz von Fries gewidmet und zeitweilig zum alleinigen Besitz überlassen war, s. Brief 110 . Es bereitet den Vergleich vom 30.7. bzw. 9.9.1805 vor, s. Rosemary Hilmar, Der Musikverlag Artaria & Comp. , Tutzing 1977, S. 65 – 71 und TDR II, Anhang II, S. 587 – 609.

2 Auf einen daraufhin erfolgten, nicht mehr erhaltenen Vergleichsvorschlag Beethovens ging Artaria am 30.7.1805 ein, s. Hilmar S. 69f.


© 1998 G. Henle Verlag, München