Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
266. Beethoven an Paul Bigot de Morogues1
[Wien, Winter 1806/07]2
1 Paul Bigot de Morogues (geb. 1765 in Berlin) kam im Sommer 1804 zusammen mit seiner Frau Anne Marie Cathérine geb. Kiené nach Wien, wo er bei Graf Andreas Kyrillowitsch Rasumowsky als Bibliothekar angestellt war. Im Sommer 1809 zog er mit seiner Familie nach Paris.
2 Die im März 1807 an die Eheleute Bigot geschriebenen Briefe (Brief 271 , 272 und 273) lassen erkennen, daß die nähere Bekanntschaft Beethovens mit ihnen erst vor kurzem, wahrscheinlich im Winter 1806/07, zustande gekommen ist, s. auch Brief 271 Anm. 1 . Der vorliegende Brief gehört wohl in den Anfang der Beziehung.
3 Der Brief war offenbar einer Sendung von Musikalien beigefügt, die anscheinend eine Erwiderung auf ein Buchgeschenk darstellte.