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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

266. Beethoven an Paul Bigot de Morogues1

[Wien, Winter 1806/07]2

Da ich keine cahiers meiner Weißheit, meiner Belesenheit, etc aufweisen kann, so schicke ich ihnen <die>einige Cahiers meiner Phantasie.3 – gestern Abend wollte ich sie besuchen, allein – zu rechter Zeit errinnerte ich mich, daß sie Sonnabend nicht zu Hause sind – ich merke es wohl, ich muß entweder recht oft zu ihnen kommen, oder gar nicht – noch weiß ich nicht, Welches von beyden ich ergreifen soll, ich glaube aber fast das leztere, – Weil ich dadurch auf einmal allem Zwang, zu ihnen kommen zu müßen, ausweiche
ganz ihr Bthwn
Pour Mr. de Bigot



1 Paul Bigot de Morogues (geb. 1765 in Berlin) kam im Sommer 1804 zusammen mit seiner Frau Anne Marie Cathérine geb. Kiené nach Wien, wo er bei Graf Andreas Kyrillowitsch Rasumowsky als Bibliothekar angestellt war. Im Sommer 1809 zog er mit seiner Familie nach Paris.

2 Die im März 1807 an die Eheleute Bigot geschriebenen Briefe (Brief 271 , 272 und 273) lassen erkennen, daß die nähere Bekanntschaft Beethovens mit ihnen erst vor kurzem, wahrscheinlich im Winter 1806/07, zustande gekommen ist, s. auch Brief 271 Anm. 1 . Der vorliegende Brief gehört wohl in den Anfang der Beziehung.

3 Der Brief war offenbar einer Sendung von Musikalien beigefügt, die anscheinend eine Erwiderung auf ein Buchgeschenk darstellte.


© 1998 G. Henle Verlag, München