Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
310. Beethoven an Baron Ignaz von Gleichenstein
[Wien, vermutlich zwischen 1807 und 1810]1
1 Als Datierung kann lediglich der Zeitraum der engeren Beziehung zwischen Beethoven und Gleichenstein, Frühjahr 1807 bis Frühjahr 1810, angegeben werden. Die Monate der Abwesenheit Gleichensteins von Wien in den Jahren 1808 und 1809/10 (s. Brief 305 Anm. 1) sind auszuschließen.
2 Ein Graf "Würm" ist nicht zu ermitteln. Nach Otto Erich Deutsch (s. Anderson Nr. 286, Anm.4) ist möglicherweise der Hofzeremonienmeister Graf Gundakar Heinrich Wurmbrand-Stuppach (1762 – 1847) gemeint. Aufgrund des ähnlich klingenden Namens – in einem Konversationsheft wird er "Wurmna" geschrieben (BKh 2, S. 349) – kommt jedoch auch Rudolph Graf von Wrbna und Freudental (1761 – 1823), seit 1807 k.k. Oberstkämmerer und gleichzeitig oberster Hoftheaterdirektor, in Frage.