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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

310. Beethoven an Baron Ignaz von Gleichenstein

[Wien, vermutlich zwischen 1807 und 1810]1

Sey so gut lieber Freund, und schreib mir in ein paar Zeilen im Französischen auf, wie ich an den Grafen Würm2 ein Billet – zu der Redoute – schreiben muß dir ist's leicht, mir nicht – morgen früh schicke ich drum – auf der Redoute sah ich dich nicht. –



1 Als Datierung kann lediglich der Zeitraum der engeren Beziehung zwischen Beethoven und Gleichenstein, Frühjahr 1807 bis Frühjahr 1810, angegeben werden. Die Monate der Abwesenheit Gleichensteins von Wien in den Jahren 1808 und 1809/10 (s. Brief 305 Anm. 1) sind auszuschließen.

2 Ein Graf "Würm" ist nicht zu ermitteln. Nach Otto Erich Deutsch (s. Anderson Nr. 286, Anm.4) ist möglicherweise der Hofzeremonienmeister Graf Gundakar Heinrich Wurmbrand-Stuppach (1762 – 1847) gemeint. Aufgrund des ähnlich klingenden Namens – in einem Konversationsheft wird er "Wurmna" geschrieben (BKh 2, S. 349) – kommt jedoch auch Rudolph Graf von Wrbna und Freudental (1761 – 1823), seit 1807 k.k. Oberstkämmerer und gleichzeitig oberster Hoftheaterdirektor, in Frage.


© 1998 G. Henle Verlag, München