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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

335. Beethoven an Gottfried Christoph Härtel1

[Heiligenstadt, kurz nach dem 14. September 1808]2

Ich bin wircklich recht ärgerlich über mich selbst sie gestern Versaumt zu haben – Vieleicht wenn es zu machen ist, könnten wir unß heute in der stadt sehen – schreiben sie mir nur, <ob>bis wann sie eigentlich heute schon fort wollen – hier die eine Sinfonie, die andere3 bringt ihnen Gegen Eilf halb zwölf uhr mein Bedienter auch – Der Kopist ist dran die Fehler, die ich angezeigt, in derselben zu korrigiren – recht vielen Dank für ihr Geschenk –
ganz ihr Beethowen



1 Der Brief ist an Härtel persönlich gerichtet, der sich zu diesem Zeitpunkt noch in Wien aufhielt.

2 Härtel war im August 1808 nach Wien gereist. Seine Ankunft am 24.8.1808 wurde in den Vaterländischen Blättern für den österreichischen Kaiserstaat vom 26.8.1808 vermerkt. In Wien hatte Härtel am 14.9.1808 mit Beethoven einen Verlagsvertrag für op. 67, op. 68, op. 69 und op. 70 abgeschlossen. Der vorliegende Brief wird kurz nach Abschluß dieses Vertrages geschrieben worden sein.

3 Op. 67 und op. 68.


© 1998 G. Henle Verlag, München