Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
344. Beethoven an Heinrich Joseph von Collin
[Wien, Ende November/Anfang Dezember 1808]1
1 Der Brief wurde nach der Vergabe der Oper Bradamante an Johann Friedrich Reichardt und vor Beethovens Akademie vom 22.12.1808 geschrieben. Reichardt kam am 24.11.1808 in Wien an (s. Vaterländische Blätter für den Österreichischen Kaiserstaat Nr. 58/59 vom 25. und 29.11.1808, S. 249) und verhandelte mit Collin und der Theaterdirektion zwischen dem 26. und 30. November, s. Johann Friedrich Reichardt, Vertraute Briefe geschrieben auf einer Reise nach Wien , Amsterdam 1810, Bd. 1, S. 160f., Elfter Brief vom 30.11.1808. Das vorliegende Schreiben stellt offenbar Beethovens Reaktion auf eine entsprechende Mitteilung Collins dar.
2 Die Beauftragung Reichardts wurde nicht zurückgenommen. Seine Vertonung der Bradamante , vollendet im Februar 1809, gelangte wegen der Kriegsereignisse nicht zur Aufführung. Im Februar und März 1809 wurden aber Proben im Palais Lobkowitz abgehalten, s. Reichardt, Vertraute Briefe... , Bd. 1, S. 468f., und Bd. 2, S. 4f.
3 Der Satz steht auf der Adressenseite.