Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
367. Beethoven an Baron Ignaz von Gleichenstein in Freiburg
[Wien, um den 12. März 1809]1
1 Der Brief nimmt auf den Abschluß des Rentenvertrages Bezug und gehört daher in das Jahr 1809. Gleichenstein befand sich in geheimer Mission auf einer Reise nach Frankreich, die ihn durch verschiedene Orte in Süddeutschland, der Schweiz und Italien führte. Entsprechend seinem Empfangsvermerk vom 18.3.[1809] muß der Brief etwa eine Woche früher von Wien abgeschickt worden sein.
2 Beethoven hatte dem Brief wohl eine Abschrift des Rentenvertrages beigelegt. Gleichenstein war vor Unterzeichnung des Rentenvertrages, am 26.2.1809, von Wien abgereist.
3 Beethoven plante bereits seit Januar 1809 eine Konzertreise, die ihn über Leipzig führen sollte, s. Brief 350 und 359 .
4 Marie Christiane Elisabeth Bürger geb. Hahn (1769 – 1833) hatte im Jahre 1790 als dritte Frau den Dichter Gottfried August Bürger (1747 – 1794) geheiratet. Nach zwei Jahren Ehe ließ sie sich wieder scheiden.