Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
375. Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig
Vien am 5ten April [1809]
1 Nicht überliefert. Dieser Brief muß Beethoven nach dem 28.3.1809 erreicht haben, s. Brief 370 .
2 Gemeint ist die Nachricht vom 22.3.1809, AMZ 11 (1809), Sp. 395, s. Brief 359, Anm 2 .
3 Graf Truchseß-Waldburg war Oberkammerherr des königlichen Hauses von Westfalen.
4 Hier und am Ende des Briefes dreimal unterstrichen.
5 Johann Friedrich Reichardt war am 24.11.1808 in Wien eingetroffen, s. Brief 335 .
6 In Nr. 31 vom 3.5.1809 in der AMZ 11 (1809), Sp. 492, erschien die folgende Berichtigung: "In der Nachricht, Beethovens fortwährenden Aufenthalt in Wien betreffend, (No. 25. d.Z.) ist die Stelle zu berichtigen, dass diesem Künstler der Ruf nach Kassel durch Hrn. Reichardt zugekommen sey; B. erhielt denselben vielmehr durch den königl. westphäl. obersten Kammerherrn, Hrn. Grafen Truchsess-Waldburg, und zwar zum Amte eines ersten Kapellmeisters. Dass Hr. Reichardt nicht mehr in königl. westphäl. Diensten sey, berichten wenigstens mehrere öffentliche Blätter, und unwidersprochen."
7 Christus am Ölberge op. 85, Fidelio op. 72 und die Messe op. 86. Über diese Werke ist vermutlich in einem vorausgegangenen Brief vom März 1809 erneut verhandelt worden.
8 Möglicherweise bezieht sich Beethoven auf einen Brief Simrocks an Ferdinand Ries vom 12.3.1809, in dem dieser ein Honorar von 100 Gulden für op. 86 akzeptierte (Brief 366). Ein eigenes Schreiben an Beethoven ist nicht überliefert.
9 Ein kleinerer Wiener Verlag, von Alois Senefelder gegründet und später von Sigmund Anton Steiner übernommen. Von Verhandlungen mit Beethoven über op. 86 ist nichts bekannt.