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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

405. Beethoven an Louis Girod1

(Auszug)

[Wien, zweite Hälfte Oktober 1809]2

"Côme il me falloit aujourd'hui aller au prince Lobkovitz, je vous prie bien, monsieur, de me réjouir l'après-demain matin à onze heur de votre présence bien cher a moi – une affaire bien important me force, de ne pouvoir tenir ma parole, etc."



1 Louis Girod (1779 – 1852), später Baron de Trémont, kam als " Auditeur du Conseil d'Etat" im Gefolge Napoleons nach Wien und hielt sich dort von Mai bis Juli und erneut für kurze Zeit nach dem Friedensschluß vom 14.10.1809 auf. Auszüge aus seinen handschriftlich erhaltenen Memoiren, in denen er auch über sein Zusammentreffen mit Beethoven berichtet, sind an verschiedenen Stellen veröffentlicht; über Girod und seine Autographensammlung s. Georg Kinsky, Beethovens Brief an Baron de Trémont , in: Mélange de musicologie offerts à M. Lionel de la Laurencie, Paris 1933, S. 269 – 273.

2 Der Brief ist wahrscheinlich während des zweiten Aufenthaltes von Girod in Wien geschrieben worden, da der hier erwähnte Fürst Franz Joseph Maximilian Lobkowitz von Mai bis Juli 1809 nicht in Wien, sondern bei der von ihm aufgestellten Landwehr in Böhmen war.


© 1998 G. Henle Verlag, München