Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
405. Beethoven an Louis Girod1
(Auszug)
[Wien, zweite Hälfte Oktober 1809]2
1 Louis Girod (1779 – 1852), später Baron de Trémont, kam als " Auditeur du Conseil d'Etat" im Gefolge Napoleons nach Wien und hielt sich dort von Mai bis Juli und erneut für kurze Zeit nach dem Friedensschluß vom 14.10.1809 auf. Auszüge aus seinen handschriftlich erhaltenen Memoiren, in denen er auch über sein Zusammentreffen mit Beethoven berichtet, sind an verschiedenen Stellen veröffentlicht; über Girod und seine Autographensammlung s. Georg Kinsky, Beethovens Brief an Baron de Trémont , in: Mélange de musicologie offerts à M. Lionel de la Laurencie, Paris 1933, S. 269 – 273.
2 Der Brief ist wahrscheinlich während des zweiten Aufenthaltes von Girod in Wien geschrieben worden, da der hier erwähnte Fürst Franz Joseph Maximilian Lobkowitz von Mai bis Juli 1809 nicht in Wien, sondern bei der von ihm aufgestellten Landwehr in Böhmen war.