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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

436. Beethoven an Baron Ignaz von Gleichenstein1

[Wien, April 1810]2

Hier die S.3 die Ich der Therese4 versprochen – da ich sie heute nicht sehen kann, so übergib sie ihr – emphel mich ihnen allen, mir ist so wohl bey ihnen, Es ist als könnten die Wunden, <die> wodurch mir böse Menschen meine Seele zerrißen haben, wieder durch sie könnten geheilt werden, ich danke dir guter g. daß du mich dorthin5 gebracht hast – hier noch 50 fl. für die Halstücher brauchst du mehr laß mich's wissen –
du irrst, wenn du glaubst, daß gigoud6 dich allein nur suche, nein auch ich habe das Glück gehabt ihn <doch> gar nicht von meiner Seite kommen zu sehen, er speiste an meiner Seite zu Nacht, er begleitete mich noch nach Hause, – kurz um, er verschaffte mir eine sehr gute Untenhaltung7 , wenigstens konnte ich niemals oben seyn, aber ziemlich tief Unten

leb wohl lieb mich
dein Bthwn



1 Der Adressat ergibt sich aus dem Inhalt und aus dem Zusammenhang mit Brief 432 .

2 Der Brief wurde kurz nach Brief 432 geschrieben, in dem Beethoven den Auftrag für den Kauf von Halstüchern gegeben und bereits einen Geldbetrag zur Verfügung gestellt hatte. Zur Datierung siehe Brief 432, Anm. 1 .

3 Wohl "Sonate" ; nach Thayer op. 78, später Therese Brunsvik gewidmet, s. TDR III, S. 206. Fischman nimmt dagegen wegen der offenbar geringen technischen Fähigkeiten Therese Malfattis die anspruchslosere Sonate op. 79 an, s. Fischman Nr. 250. Beide Werke waren im übrigen unabhängig von Beethovens Beziehung zur Familie Malfatti bereits 1809 entstanden.

4 Therese Malfatti.

5 Die Familie des Großhändlers Jakob Friedrich Malfatti.

6 Möglicherweise Mathias Gigot, ein junger Bekannter der Familie Malfatti, s. Sieghard Brandenburg, Der Freundeskreis der Familie Malfatti in Wien , Bonn 1985, S. 35f.

7 "Un" dreifach unterstrichen.


© 1998 G. Henle Verlag, München