Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
623. Beethoven an George Thomson in Edinburgh
Vienne ce 19 fevrier 1813.
, au lieu de
& au lieu de Simile il faut toujours mettre les notes.
N.o 9 des derniers 10 Airs peut etre chanté avec le Basse ou Baritono mais en cas la taille basse ne chante pas; J'y ai ajoute encore un Basse pour qu'il puisse etre chanté en quatuor.5 Le taille basse doit etre imprimé dans la clef de Taille, comme Vous apprendies par la feuille y jointe. J'ai composé deux fois le N.o 10 des derniers 10 Airs.6 Vous pouves inserer dans votre collection lequel de Deux vous plaira le plus
mais comme ce ton m'a paru peu naturel, & si peu analogue à l'inscription Amoroso qu'au contraire il le changerait en Barbaresco je l'ai <change en> traité dans le ton lui convenant.
au ritornel,
1 Die Briefe 590 , 604 und 605 .
2 In Brief 589 hatte Thomson die Lieder WoO 155 Nr. 20, WoO 152 Nr. 2, WoO 153 Nr. 12, op. 108 Nr. 20, WoO 153 Nr. 15 und Nr. 5 und in Brief 604 die Lieder WoO 154 Nr. 2, 7 und 9 beanstandet und um entsprechende Änderungen gebeten.
3 In der in Berlin aufbewahrten Abschrift aus Thomsons Besitz (Staatsbibliothek, autogr. 29 IV Heft 3, fol. 124 – 185) sind die neun neukomponierten Lieder vorangestellt. Es folgen die neun Lieder, deren Melodien Thomson mit Brief 590 geschickt hatte (WoO 154 Nr. 6, WoO 153 Nr. 20, 16, 8, 9, WoO 158 2. Abteilung Nr. 1, WoO 154 Nr. 12, 11 und 10). Ihnen schließen sich dann die zehn Lieder an, die Thomson mit Brief 604 in Auftrag gegeben hatte (WoO 154 Nr. 1, 3, 4, 8, 5, WoO 153 Nr. 7, 18, 17, WoO 158 2. Abteilung Nr. 2 und WoO 153 Nr. 11 in zwei Fassungen). Auf diese Abschrift von insgesamt 28 Liedern bezieht sich der erste Posten in der Quittung vom 4.2.1813. Die Abschriften der beiden zuletzt ausgesetzten Lieder (WoO 153 Nr. 19 und WoO 155 Nr. 15; die Melodien hatte Thomson mit Brief 605 vom 21.12.1812 geschickt) sind offenbar gesondert hergestellt worden, s. Quittung vom 24.2.1813. Daher erklärt sich wohl, weshalb sie nicht am Ende von Heft 3 des autogr. 29 IV, sondern an zwei anderen Stellen dieser Handschrift überliefert sind (Heft 4, fol. 204 – 207, und Heft 1, fol. 100 – 102).
4 Siehe hierzu Thomsons Anweisung an Fries vom 30.10.1812 (in Brief 604) und die Quittung des Kopisten Wurmbs vom 4.2.1813.
5 WoO 158 2. Abteilung Nr. 2.
6 WoO 153 Nr. 11. Autogr. 29 IV Heft 3 enthält auf fol. 180v – 182 und fol. 183 – 184 zwei verschiedene Fassungen dieses als Nr. 10 bezeichneten Liedes.
7 Für die Komposition von zwölf Liedern auf englische Texte hatte Beethoven am 17.7.1810 (Brief 457) noch 40 Dukaten verlangt. Am 20.7.1811 (Brief 515) hatte er seinen Preis auf 60, am 29.2.1812 (Brief 556) sogar auf 70 Dukaten erhöht.