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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

758. Beethoven an Joseph Mayseder1

[Wien, etwa am 30. November 1814]2

Herr von Mayseder hoffe ich, wird auch dieses mal mir meine Bitte nicht abschlagen, mich durch sein schönes Talent zu unterstüzen,3 nur die Vollkommenheit, die ich meinen Werken, durch die Aufführung zu geben wünsche, wird mich entschuldigen, demsellen [sic] beschwerlich fallen zu müßen
ludwig van Beethowen



1 Der Violinist und Komponist Joseph Mayseder (1789 – 1863), ein Schüler Ignaz Schuppanzighs, gehörte zu den namhaften Künstlern, die im Dezember 1813 und Anfang 1814 in Beethovens Akademien mitgewirkt hatten.

2 Nach Frimmels überzeugender Argumentation bezieht sich der Vermerk auf der Rückseite des Briefes auf Beethovens Akademie vom 2.12.1814, s. Theodor von Frimmel, Der Geiger Josef Mayseder und Beethoven , in: Beethoven-Forschung, 2. Heft Juli 1911, S. 49 – 58. Der Brief wurde demnach kurz vor dem 2.12.1814 und nach dem Tag der vorhergehenden Akademie, dem 29.11.1814 geschrieben.

3 Bei der Akademie vom 2.12.1814. Wahrscheinlich hat Mayseder bereits am 29.11.1814 mitgewirkt.


© 1998 G. Henle Verlag, München