Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
793. Beethoven an Joseph von Varena in Graz
Vien am 21-ten März 1815.
1 Varena hatte Beethoven gebeten, ihm bei der Beschaffung eines Klaviers für seine Tochter behilflich zu sein, s. Brief 781 vom 3.2.1815.
2 Der Klavierbauer Johann Schanz (um 1762 – 1828) galt als einer der fähigsten Meister seines Faches. Er bewohnte bis zu seinem Tode ein eigenes Haus auf der Windmühle, Obere Pfarrgasse Nr. 52, s. Helga Haupt, Wiener Instrumentenbauer von 1791 bis 1815 , in: Studien zur Musikwissenschaft Bd. 24, Graz– Wien – Köln 1960, S. 170.
3 Martin Seuffert (1772 – 1847), Sohn des Würzburger Hoforgelmachers Franz Ignaz Seuffert, hatte bei seinem Vater und Anton Walter gelernt. 1811 erhielt er in Wien das Bürger- und Meisterrecht. Er wohnte bis 1823 auf der Wieden, Alleegasse Nr. 75, dann im eigenen Haus " Zum goldenen Hirschen", Vorstadt Schaumburgerhof Nr. 77, Favoritenstraße, s. Haupt a.a.O., S. 174.