Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
929. Beethoven an Johann Nepomuk Kanka in Prag
[Wien,] 1. Mai [1816]1
1 Die Jahreszahl ergibt sich aus dem Zusammenhang mit Brief 930 und der Vollmacht für Kanka vom 2.5.1816.
2 Dieser Absatz ist von Beethoven nachträglich eingefügt.
3 Beethovens Gehaltsquittung vom vorhergehenden Halbjahr (April bis September 1815) datiert vom 31.10.1815. Die Auszahlung wird noch später erfolgt sein.
4 Beethoven hatte die Quittung über sein Gehalt für den Zeitraum von Oktober 1815 bis März 1816 etwa am 26.3.1816 ausgestellt und sicherlich bald darauf nach Prag geschickt.
5 Johann Baptist Pasqualati in Wien.
6 Ballabene, ein Handels- und Bankhaus in Prag, s. Anton Redl, Handlungs Gremien und Fabricken Addressen Buch des Oesterreichischen Kaiserthumes für das Jahr 1816 , Wien, S. 340f.
7 Diese Briefe sind nicht überliefert.
8 Entgegen der ursprünglichen Zusage des verstorbenen Fürsten Ferdinand Kinsky, Beethovens Gehalt im Nominalwert von 1800 Gulden in Einlösungsscheinen auszuzahlen, wurde vom böhmischen Landrecht am 18.1.1815 ein Betrag von 1200 Gulden Wiener Währung festgesetzt.
9 Durch kurzfristige Wiedereinführung des Silberguldens (Konventionsmünze) als Zahlungsmittel war es 1816 zu einer starken Abwertung des Papiergeldes (Wiener Währung) gekommen.
10 Ursprüngliche Wortfolge: "denn es" ; Umstellung durch Bezifferung.
11 Das Widmungsexemplar von op. 94, s. Brief 926 .
12 Ein solcher Brief ist nicht erhalten.
13 Beethoven meint wahrscheinlich die Violinsonate op. 96 (erschienen im Juli 1816) und das Klaviertrio op. 97 (erschienen im September 1816).
14 Der Prager Anwalt Anton Wilhelm Wolf hatte Beethoven 1813/14 in der Verhandlung mit den Erben des Fürsten Kinsky vertreten.
15 Beethoven hatte am 19.1.1816 die Vormundschaft über seinen Neffen Karl übernommen und diesen am 2.2.1816 in das Erziehungsinstitut Giannattasio gegeben. An den Unterhaltskosten beteiligte sich die Mutter bislang noch nicht.