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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

932. Beethoven an Sigmund Anton Steiner

[Wien, nach dem 4. Mai 1816]1

Der Generalllieutenant erhält hier das Versprochene für Gesang mit Klawier.2 Es kann aber nicht anders als um 50 # in Gold verabfolgt werden, welche der G — — t sogleich an die Kriegskasse des g — — s zu liefern hat, obschon die Kriegskasse dem g — — t noch für eine Summe von 1300 fl. verschuldet ist, so muß sie doch drauf bestehen, daß die 50 # ohne Abzug sogleich erlegt werden – was Obgedachte schuldige Summe anbelangt, so wird man nächstens drauf bedacht seyn, den g — — t deswegen zu befriedigen, u. ihm wegen seiner Verdienste um den Staat noch manche andere Beneficia zufließen machen laßen – der Diabolus in der Person des Groß Profos3 bringt dieses schreiben mit dem Herzlichsten Gruß des g — — s . –

Für den General Lieutenant Steinender



1 Der Brief wurde nach der Aufnahme des erwähnten Darlehens von 1300 Gulden am 4.5.1816 (Quittung) und vor der Voranzeige von op. 98 durch Steiner in der Wiener Zeitung vom 29.7.1816 geschrieben.

2 Wegen des hohen Honorars kann nicht ein einzelnes Lied, sondern nur der Liederkreis An die ferne Geliebte op. 98 gemeint sein. Das Autograph ist mit "1816 im Monath April" datiert.

3 Anton Diabelli.


© 1998 G. Henle Verlag, München