Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
933. Beethoven an Ferdinand Ries in London
Vien am 8ten May 1816
1 Brief 917 vom 19.3.1816.
2 Es handelt sich um die in Brief 899 aufgeführten Kopiatur- und Portokosten, die Birchall in Rechnung gestellt wurden.
3 Beethoven hatte 1814 eine Partiturabschrift von op. 91 an den Prinzregenten Georg von England geschickt und trotz aller Bemühungen nie eine Antwort erhalten. Auch auf die Dedikation des im Januar 1816 bei Birchall erschienenen Klavierauszugs erfolgte keine Reaktion.
4 Gemeint ist das Honorar von 130 Dukaten, das Birchall wohl am 9.3.1816 angewiesen hatte (Eigentumsschein).
5 Siehe Brief 917 . Neate und Ries planten ein öffentliches Konzert, dessen Einnahmen Beethoven zufließen sollten.
6 Ries hatte in Brief 917 nach der Dedikation von op. 96 und op. 97 gefragt und sich indirekt dafür beworben.
7 Ries widmete Beethoven 1818 seine zweite Symphonie op. 80 (c-Moll), die allerdings schon 1814 entstanden war. Im Gegenzug überlegte Beethoven 1823 (s. Brief 1641), Ries die neunte Symphonie op. 125 zu widmen, auch Harriet Ries wollte er bedenken (mit der Widmung der Diabelli- Variationen op. 120), doch hat er seine Absicht nicht verwirklicht.
8 Ries hatte Beethoven um ein Porträt gebeten, s. Brief 917 .
9 Dieser Satz wird gewöhnlich als eine Anspielung auf Beethovens Liebesverhältnis zur " Unsterblichen Geliebten" verstanden.