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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1002. Beethoven an Carl Czerny

[Wien, November 1816]1

Lieber CZ !

sagen sie mir gefälligst, wann sie Abends an dem Tage, wo sie Karln Unterricht geben, nach Hause kommen, sie geben ihm manchmal noch über eine Stunde, so viel ich höre, für welche Gefälligkeit ich ihnen nicht genug zu danken weiß, Unterdeßen macht es mit dem schicken wieder einige neue Umstände, Es ist also nöthig zu wißen ob sie um halb 7 oder um 7 uhr nach Hause kommen, u. ich bitte Sie mir dieses zu beantworten, übrigens aber nur nicht das mindeste deswegen, was ihnen bequem wäre, zu verändern. – am besten würde es seyn, wenn sie, sobald sie können, wieder hinausgehn,2 dieses nur vorlaüfig, wir werden schon noch näher darüber Reden.

ihr wahrer Freund
Beethow[en]*
An Seine Wohlgebohrn H.[errn] v. Czerny

Nb: Im Falle sie mein Brief nicht trift, werde ich diesen Nachmittag um eine Antwort schicken.



1 Czerny unterrichtete den Neffen in den ersten Monaten (Februar 1816 bis etwa Ende August 1816) im Institut Giannattasio. Der Umzug des Instituts in die Landstraße (Ende August oder Anfang September 1816) und vor allem die Leistenbruchoperation des Neffen (18.9.1816) dürften zu einer längeren Unterbrechung geführt haben. Anfang November wurde anscheinend eine neue Regelung vereinbart, wonach der Neffe in den Abendstunden in der Wohnung Czernys unterrichtet wurde. Der vorliegende Brief ist wahrscheinlich bald nach dieser Umstellung geschrieben worden.

2 Zum Institut Giannattasio in der Vorstadt Landstraße, um dort wieder den Klavierunterricht abzuhalten.


© 1998 G. Henle Verlag, München