Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1020. Beethoven an Tobias Haslinger
[Wien, 29. Dezember 1816]1
1 Aus inhaltlichen Gründen ergibt sich, daß der vorliegende Brief einen Tag nach Brief 1019 geschrieben wurde. Am 28.12.1816 (Brief 1019) hatte Beethoven Kanka die Absendung eines Pakets mit Musikalien "mit morgigem Postwagen" versprochen. Im vorliegenden Brief wird die Beförderung dieses Pakets, wie ausgemacht, "heute" verlangt.
2 Möglicherweise die Briefe an Charles Neate (1016) und George Smart (1017) vom 18.12.1816, da sonst aus dieser Zeit keine anderen Schreiben so wichtigen Inhalts bekannt sind, die mit Einschreiben (Recepisse) hätten versandt werden müssen.
3 Dr. Joseph Reger, Rechtsanwalt in Prag.
4 Die Adresse liegt nicht bei.
5 Op. 92, op. 91, op. 94 und op. 98.
6 Gemeint ist vermutlich Karl Gloschek in Prag.
7 Op. 92, op. 91, op. 97, op. 96, op. 94 und op. 98.
8 Wahrscheinlich eine Anspielung auf die Mängel der Ausgaben von op. 92 und op. 95, zu denen Steiner ein Fehlerverzeichnis veröffentlichen sollte. Die erbetenen Musikalien stellen wohl das "poenale" dar.