Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1158. Beethoven an Sigmund Anton Steiner
[Wien, 14. August 1817]1
1 Datierung entsprechend Beethovens Aufschrift auf der Partitur-Abschrift von op. 104, die er mit dem vorliegenden Brief überreichte (Berlin, Staatsbibliothek, Grasnick 11):
2 Möglicherweise Joseph Kaufmann (1788 – 1860), der in der "Protocolls-Direction" des obersten Gerichtshofs in Wien arbeitete und später zum Protokolldirektor aufstieg. Er ist von 1814 bis 1835 als ausübendes Mitglied (Violine) der Gesellschaft der Musikfreunde verzeichnet.
3 Zur Frage der Autorschaft von op. 104 s. Alan Tyson, The Authors of the Op. 104 String Quintet , in: Beethoven Studies [1], hrsg. v. A. Tyson, New York 1973, S. 158 – 173.
4 Offenbar hat sich Beethoven später anders besonnen und hat das Geschenk zurückgezogen. Op. 104 ist 1819 bei Artaria & Comp. erschienen.