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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1158. Beethoven an Sigmund Anton Steiner

[Wien, 14. August 1817]1

hier folgt das qui [n] tett für das g — — l l — — t Amt. Bedingungen dafür werde ich schon zu machen wißen, Es ist dem Hr. Kaufmann2 davon nichts zu wissen zu machen, indem ich übermorgen einen Brief an ihn schreiben werde deswegen, womit die ganze sache geendigt ist, indem der Hr. K. nichts als die Gelegenheit zu dieser von mir völligen Bearbeitung gegeben hat3 – ich [mache]* dem g — — l l — — t Amt ein Geschenk,4 wofür ich mir einiges schießen u. vorschießen <ins>ganz besonders ausbitten werde zu seiner Zeit. u. damit punctum . –
(in donner u. Bliz. Jedoch etwas matter als sonst.)

an das teufels g — — l l — — t Amt. –



1 Datierung entsprechend Beethovens Aufschrift auf der Partitur-Abschrift von op. 104, die er mit dem vorliegenden Brief überreichte (Berlin, Staatsbibliothek, Grasnick 11):

"Bearbeitetes terzett zu einem <3>4 stimmigen quintett von Hr. Gutwillen u. aus dem schein von 5 stimmen zu wirklichen 5 Stimmen ans Tags licht gebracht, wie auch aus größter Miserabilität zu einigem Ansehn erhoben von Hr. Wohlwollen. – 1817 am 14ten august . Nb. die ursprüngliche 3stimmige quintett partitur ist den Untergöttern als ein feierliches Brandopfer dargebracht worden."

2 Möglicherweise Joseph Kaufmann (1788 – 1860), der in der "Protocolls-Direction" des obersten Gerichtshofs in Wien arbeitete und später zum Protokolldirektor aufstieg. Er ist von 1814 bis 1835 als ausübendes Mitglied (Violine) der Gesellschaft der Musikfreunde verzeichnet.

3 Zur Frage der Autorschaft von op. 104 s. Alan Tyson, The Authors of the Op. 104 String Quintet , in: Beethoven Studies [1], hrsg. v. A. Tyson, New York 1973, S. 158 – 173.

4 Offenbar hat sich Beethoven später anders besonnen und hat das Geschenk zurückgezogen. Op. 104 ist 1819 bei Artaria & Comp. erschienen.


© 1998 G. Henle Verlag, München