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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1213. Beethoven an einen unbekannten Adressaten1

[Wien, um 1817/18]2

Bester erstaunlich Gescheidter Hochwohlgebohrner

Wir danken ihnen für den wohl gegebnen und wohl ausgeführten Rath Vermittelst der Räder ihrer Erfindungskraft, wir sagen ihnen, daß wir unß sehr wohl dabey befinden – Unser Herz und Seele mögte überströmmen und daher Euer H. W. g. lästig werden, daher schweigen wir Ehrfu[r]chtsvol.
Beethowen



1 Schiedermair (a.a.O., S. 11f.) und ihm folgend MacArdle/ Misch (Nr. 405) und Anderson (Nr. 1383) haben stillschweigend Dr. Anton Braunhofer als Adressaten angenommen. Gegen diese Zuschreibung spricht jedoch der Ton des Briefes. Adressat dürfte vielmehr eine Person gewesen sein, die Beethoven nahe genug stand, um dessen Wortspiele und Späße nicht übelzunehmen. Möglicherweise kommt Nikolaus Zmeskall in Frage.

2 Die Züge der Handschrift (große, weite Schrift, besonders am Anfang des Briefes) weisen in die späteren Lebensjahre Beethovens. Die Unterschrift ist in deutschen Buchstaben ausgeführt, daher könnte der Brief noch in das Jahr 1817 oder in die ersten Monate des Jahres 1818 fallen.


© 1998 G. Henle Verlag, München