Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1213. Beethoven an einen unbekannten Adressaten1
[Wien, um 1817/18]2
1 Schiedermair (a.a.O., S. 11f.) und ihm folgend MacArdle/ Misch (Nr. 405) und Anderson (Nr. 1383) haben stillschweigend Dr. Anton Braunhofer als Adressaten angenommen. Gegen diese Zuschreibung spricht jedoch der Ton des Briefes. Adressat dürfte vielmehr eine Person gewesen sein, die Beethoven nahe genug stand, um dessen Wortspiele und Späße nicht übelzunehmen. Möglicherweise kommt Nikolaus Zmeskall in Frage.
2 Die Züge der Handschrift (große, weite Schrift, besonders am Anfang des Briefes) weisen in die späteren Lebensjahre Beethovens. Die Unterschrift ist in deutschen Buchstaben ausgeführt, daher könnte der Brief noch in das Jahr 1817 oder in die ersten Monate des Jahres 1818 fallen.