Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1276. Beethoven an Cajetan Giannattasio del Rio
[Wien, zwischen Dezember 1818 und 22. Juni 1819]1
1 Die lateinische Form der Unterschrift läßt darauf schließen, daß der Brief nach 1817 geschrieben wurde. Er ist demnach nicht auf den Eintritt des Neffen in das Erziehungsinstitut Giannattasio am 2.2.1816 zu beziehen, sondern auf einen späteren Versuch Beethovens, diesen nach seinem Ausscheiden im Januar 1818 erneut dort unterzubringen. Am ehesten ist hierfür der Zeitraum nach dem Austritt aus dem Universitätsgymnasium, Dezember 1818, bis zur Aufnahme bei Blöchlinger, 22.6.1819, anzunehmen.
2 Nicht erhalten.
3 Beethoven bemühte sich 1819, den Neffen im Erziehungsinstitut Johann Michael Sailers in Landshut unterzubringen, s. Brief 1289 von Antonie Brentano an Sailer vom 22.2.1819. Der Versuch scheiterte am Widerspruch des Wiener Magistrats als Obervormundschaftsbehörde. Im Herbst desselben Jahres erwog Beethoven, den Neffen nach Salzburg zu schaffen, s. Brief 1340 und 1353 .