Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1329. Beethoven an Joseph Karl Bernard
[Mödling, Ende August/Anfang September 1819]1
1 Das Schreiben steht im Zusammenhang mit Beethovens Gesuch an Erzherzog Ludwig um Ausreisegenehmigung für den Neffen. Der am 19.8.1819 (Brief 1321) entworfene Nachtrag ist offenbar fertiggestellt und zur Überreichung bereit, was in dem einige Tage nach dem 19.8.1819 geschriebenen Brief 1322 noch nicht der Fall war. Als Datierung ist daher Ende August oder Anfang September 1819 anzunehmen.
2 Am Ende von Brief 1322 argwöhnt Beethoven, daß Blöchlinger dem Neffen freien Ausgang gestatte. Vielleicht war ihm ein solches Gerücht ("Gewäsch") zugetragen worden.
3 Vgl. die ähnliche Verpflichtung zum Stillschweigen über die Eingabe an Erzherzog Ludwig am Ende von Brief 1322 .
4 Vielleicht ist eine Audienz bei Erzherzog Ludwig zur Überreichung von Beethovens neuerlichem Gesuch gemeint.