Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1340. Beethoven an Joseph Karl Bernard
Mödling am 10ten 8 ber [1819]1
1 Die Jahreszahl ergibt sich aus inneren Gründen.
2 13.10.1819.
3 Ein beliebter Badeort mit warmen Heilquellen in einem Seitental der Salzach. Die Nähe zu Salzburg mochte einer der Beweggründe sein, den Neffen in einer Salzburger Schule unterzubringen.
4 Karl van Beethoven hatte im November und Dezember die dritte Grammatikalklasse des Akademischen Gymnasiums besucht. Das Gymnasium war der Universität angeschlossen.
5 Aloys Weißenbach; auf ihn mag der Plan zurückgehen, den Neffen in Salzburg erziehen zu lassen, s. seinen Brief vom 15.11.1819 (Brief 1353).
6 Der Magistrat der Stadt Wien. Er mußte als Vormundschaftsbehörde vor Erteilung eines Passes zur Ausreise des Mündels gehört werden. Mit seinem Vorschlag versuchte Beethoven anscheinend, die Bestimmungen zu umgehen.
7 Gemeint ist die Stadtwohnung in der Vorstadt Landstraße Nr. 26, Gärtnergasse.
8 Josephstädter Glacis, Vorstadt Josephstadt Nr. 5 neben dem Palais Auersperg im sogenannten " Fingerlinschen Haus", dem Haus "Zur goldenen Birne". Beethoven zog Ende Oktober 1819 ein.
9 Steiner war Beethoven wie früher schon beim Umzug behilflich, s. Brief 1343 .