Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1354. Beethoven an Joseph Karl Bernard
[Wien, zwischen dem 18. und 20. November 1819]1
1 Beethoven nimmt auf Weißenbachs Brief vom 15.11.1819 Bezug, den er kaum vor dem 18.11.1819 erhalten haben wird. Bernard kennt diesen Brief offenbar noch nicht. In den am 20.11.1819 einsetzenden Gesprächen ist Bernard dagegen schon über seinen Inhalt informiert, s. BKh 1, S. 83ff. passim.
2 Gemeint ist der Schweizer Joseph Blöchlinger. Der ursprünglich beigelegte Brief an ihn ist nicht erhalten.
3 Johanna van Beethoven.
4 Karl van Beethoven.
5 Wohl Giannattasio del Rio. Er hatte im Juni 1819 eine erneute Aufnahme des Neffen abgelehnt. Daraufhin war Karl am 22.6.1819 in das Institut Blöchlingers eingetreten.
6 Ein Vorwurf gegen die Vormundschaftsbehörde, den Magistrat der Stadt Wien. In einem Gespräch vom 20.11.1819 notiert Bernard: "Ich habe dem Advokaten gesagt, daß solches Weibergewäsch gar nicht von einer Behörde angehört werden sollte" , s. BKh 1, S. 83.
7 Beethoven nahm in dieser Zeit und auch bei späteren Konflikten mit Karl eine solche schwankende Haltung ein, s. Brief 1321 vom 19.8.1819.
8 Vgl. Brief 1353 ; er ist jedoch von Weißenbach eigenhändig geschrieben.