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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1376. Beethoven an Joseph Karl Stieler1

[Wien, zwischen dem 11. Februar und etwa 29. März 1820]2

Werthester Stieler!

Heute ist es unmöglich mich zu ihnen zu begeben, Morgen werde ich aber Punkt Eilf uhr bey ihnen seyn – Sie verzeihen schon –

in Eil ihr mit Hochachtung ergebenster
Beethoven .
Für Seine wohlgebohrn Hr. v Stieler



1 Joseph Karl Stieler (1781 – 1858) lebte von 1816 bis 1820 in Wien, wo er u.a. ein Porträt von Kaiser Franz I. malte. Von Franz Brentano in Frankfurt, mit dessen Familie er, wie seine Bildnisse verschiedener Familienmitglieder belegen, näher bekannt war, hatte er 1819 den Auftrag erhalten, ein Porträt Beethovens anzufertigen.

2 Die Datierung erfolgt anhand der in den Konversationheften nachweisbaren Sitzungen, denn die knappe Ausdrucksweise und die genau angegebene Uhrzeit des Besuches lassen vermuten, daß es um eine Sitzung für Stielers Porträt geht. Die erste dieser Sitzungen hatte offenbar um den 11.2.1820 stattgefunden, s. BKh 1, S. 260f. Beendet wurde das Gemälde wohl Ende März, s. BKh 1, S. 385ff. In diesem Zeitraum wurde der vorliegende Brief geschrieben.


© 1998 G. Henle Verlag, München