Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1376. Beethoven an Joseph Karl Stieler1
[Wien, zwischen dem 11. Februar und etwa 29. März 1820]2
1 Joseph Karl Stieler (1781 – 1858) lebte von 1816 bis 1820 in Wien, wo er u.a. ein Porträt von Kaiser Franz I. malte. Von Franz Brentano in Frankfurt, mit dessen Familie er, wie seine Bildnisse verschiedener Familienmitglieder belegen, näher bekannt war, hatte er 1819 den Auftrag erhalten, ein Porträt Beethovens anzufertigen.
2 Die Datierung erfolgt anhand der in den Konversationheften nachweisbaren Sitzungen, denn die knappe Ausdrucksweise und die genau angegebene Uhrzeit des Besuches lassen vermuten, daß es um eine Sitzung für Stielers Porträt geht. Die erste dieser Sitzungen hatte offenbar um den 11.2.1820 stattgefunden, s. BKh 1, S. 260f. Beendet wurde das Gemälde wohl Ende März, s. BKh 1, S. 385ff. In diesem Zeitraum wurde der vorliegende Brief geschrieben.