Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1377. Beethoven an Anton Dietrich1
[Wien, vor April 1820]2
1 Anton Dietrich (1799 – 1872), Bildhauer, Schüler Joseph Kliebers und Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach Frimmel soll er wenigstens fünf Beethoven-Büsten geschaffen haben, s. FrBH 1, S. 110f.
2 Eine von Anton Dietrichs Beethoven-Büsten wurde bereits in der Wiener Kunstausstellung, die Anfang April 1820 eröffnet wurde, gezeigt, s. Conversationsblatt Nr. 49 vom 25.4.1820 und auch Wiener allgemeine Theaterzeitung vom 6. und 8.6.1820. Demnach dürfte ihre Entstehung in das erste Viertel des Jahres 1820 fallen. Die kurzfristige Verschiebung der Einladung Dietrichs läßt darauf schließen, daß der Brief in Wien geschrieben wurde. Vermutlich steht er im Zusammenhang mit den Sitzungen für diese Büste und stammt somit aus der Zeit vor dem April 1820.