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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1377. Beethoven an Anton Dietrich1

[Wien, vor April 1820]2

werther Hr. Dieterich!

Ich bitte Sie nicht unwillig zu werden, indem ich heute leider verhindert bin, da ich leider zu spät daran gedacht, daß sie kommen werden, machen Sie mir das vergnügen Morgen zu kommen, Sie treffen mich den ganzen Vormittag

ihr ergebenster
Beethov [en]*
an Seine wohlgebohrn H[errn] v. Dietrich



1 Anton Dietrich (1799 – 1872), Bildhauer, Schüler Joseph Kliebers und Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach Frimmel soll er wenigstens fünf Beethoven-Büsten geschaffen haben, s. FrBH 1, S. 110f.

2 Eine von Anton Dietrichs Beethoven-Büsten wurde bereits in der Wiener Kunstausstellung, die Anfang April 1820 eröffnet wurde, gezeigt, s. Conversationsblatt Nr. 49 vom 25.4.1820 und auch Wiener allgemeine Theaterzeitung vom 6. und 8.6.1820. Demnach dürfte ihre Entstehung in das erste Viertel des Jahres 1820 fallen. Die kurzfristige Verschiebung der Einladung Dietrichs läßt darauf schließen, daß der Brief in Wien geschrieben wurde. Vermutlich steht er im Zusammenhang mit den Sitzungen für diese Büste und stammt somit aus der Zeit vor dem April 1820.


© 1998 G. Henle Verlag, München