Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1506. Katharina Sigl1 an Anton Felix Schindler
[München, etwa Ende Oktober 1822]2
1 Katharina Sigl(-Vespermann) (1802 – 1877), Sopranistin, Sängerin an der Hofoper in München. Sie war im Sommer 1822 zu Gastrollen nach Wien verpflichtet worden, wo sie u.a. in den Partien der Königin der Nacht, der Donna Elvira und der Almenaide (Rossini, Tancred) exzellierte. Sie wurde durch Schindler bei Beethoven eingeführt, s. Brief 1514 vom 4.12.1822.
2 Der Brief wurde anscheinend bald nach der Rückkehr Katharina Sigls nach München etwa Ende Oktober 1822 geschrieben. Aus Wien reiste sie am 21.10.1822 ab, s. Wiener Zeitung Nr. 245 vom 23.10.1822, S. 979.
3 Entweder Eduard Sigl (1810 – 1882), der zunächst als Cellist, später aber als Sänger (Baß) tätig war, oder dessen jüngerer Bruder Ignaz (um 1812 – 1863), seit 1824 in den königlich bayerischen Hofkalendern als Cellist aufgeführt.
4 Ignaz Sigl d.Ä., königlich bayerischer Kammermusiker in München. Er hatte Tochter und Sohn nach Wien begleitet.