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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1581. Beethoven an Charles Neate in London

Vien am 25ten Februar 1823

Mein lieber werther Freund!

Indem mir Ries schrieb, daß sie 3 quartetten von mir wünschten,1 so schreibe ich ihnen, daß sie mir nur gefälligst andeuten mögen, wann sie selbe wünschen zu erhalten, was das Honorar von 100 Guineen, so bin ich damit zufrieden, nur würde ich sie bitten, daß sobald ich ihnen schreibe, daß die quartetten vollendet sind, sie alsdenn diese 100 G. hier an ein wechselHauß anweisen wollten, wo ich als denn <beym>die quartetten ebenfalls dort abgeben würde, indem ich diese 100 Guin. empfangen würde. – ich hoffe, sie leben vergnügt u seelig im schooße einer kleinen Familie, warum sind sie nicht hier, <um>damit ich das vergnügen haben könnte, Zeuge davon zu seyn – an Ries habe ich eine neue overture2 für die Philarmonische Gesellschaft übermacht, u. ich warte nur auf die Anweisung hier für die neue Sinfonie,3 Wo ich selbe sogleich von hier abschicken werde, u zwar durch gelegenheit unsre kaiserl königl Gesandschaft. <in London – >
Der überbringer dieses ist der Hr. v. Bauer eben so geistreich als Liebenswürdig, welcher ihnen mehreres von mir erzählen kann – bessert sich meine Gesundheit +welche seit 3 Jahren sehr übel war.+, so hoffe ich 1824 in london zu seyn, schreiben sie mir darüber, was die Philarmonische Gesellschaft brauchte, würde ich gerne für sie schreiben, England mögte ich sehn, u. alle die Herrlichen Künstler, die dort sind, für meine Umstände würde es auch vortheilhaft seyn, indem ich doch nie in Deutschland zu etwas kommen kann. – Es braucht nur meines Namens auf einem Briefe an mich, wo ich solche sicher erhalte. –

alles gute u. schöne fließe ihnen zu dies sind die wünsche ihres Wahren Freundes
Beethoven
de Vienne.
à Monsieur Charles Neate Esq No 10 High row
Knightsbridge a Londres en Angleterre



1 Ein Brief dieses Inhalts ist nicht erhalten.

2 Op. 124.

3 Vgl. Brief 1580 . Die Arbeit von op. 125 war ausweislich der damals benutzten Skizzenbücher noch nicht weit fortgeschritten und beschränkte sich im wesentlichen auf den ersten Satz und Pläne zur Konzeption der übrigen Sätze.


© 1998 G. Henle Verlag, München