Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1755. Carl Keller an Anton Felix Schindler
Donaueschingen d. 6ten Dec. 1823.
1 Brief 1748 , nicht überliefert.
2 Karl Egon II., Fürst von Fürstenberg.
3 Schindler hatte Keller gebeten, den Fürsten für die Subskription einer Partiturabschrift der Missa solemnis zu gewinnen. Beethoven verlangte ein Honorar von 50 Dukaten.
4 Die Ludlamhöhle, genannt nach dem gleichnamigen Theaterstück von Adam Oehlenschläger (1779 – 1850), war eine gesellige Vereinigung von Künstlern, Literaten und Musikern, die im Gasthaus Haidvogel in der Schlossergasse Nr. 599 (vor 1821 Nr. 632, neben dem Trattnerhof am Graben) tagte. Sie wurde 1826 auf Geheiß der k.k. niederösterreichischen Landesregierung aufgelöst, s. Ignaz Franz Castelli, Die Ludlamshöhle , in: Memoiren meines Lebens , Wien 1861, Bd. 2, S. 174 – 232.
5 Gemeint ist der Schauspieler Carl Schwarz, der Oberhaupt der Gesellschaft war und als "Kalif" bezeichnet wurde. Er trug den Beinamen " Rauchmar der Zigarringer".
6 Keller trug in der Ludlamshöhle den Beinamen "Flautrowersch der Prügelbeißer" , s. Castelli a.a.O., S. 212.
7 Ignaz Moscheles, ebenfalls Ludlamit mit dem Beinamen "Tasto der Kälberfuß" , war am 19.10.1823 zu Konzerten nach Wien gekommen, reiste aber bereits am 2.1.1824 wieder ab, s. Brief 1760 .