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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1793. Beethoven an den Kopisten Maschek1

[Wien, Mitte März 1824]2

Schreiben sie alles wie es angezeigt ist von mir, u. hie u. da mit einiger Überlegung, denn Natürlich, wenn man schon Täkte auf andere Seiten als im Manuscrp. anbringt, so muß das dabey beobachtende des Zusammenhangs beachtet werden, auch kleinere Noten, denn beynahe ist die Hälfte <in>ihrer Noten nie gehörig auf u zwischen den linien, wenn alles von der Sinfonie3 wie das erste allo geschrieben, so ist die ganze Partitur nicht zu brauchen – die schon geschriebenen Solo Singparte brauche ich, die violinen etc welche noch nicht übersehen sind ebenfalls, damit nicht statt einem Fehler 24 werden – was die anfangs u. Ende Blätter betrift, so habe ich selbe heute oder morgen nöthiger, ob die leopoldstadt näher als die Ungargaße4 ist zu bezweifeln, daß es aber mehr Umstände in der L.[eopold] st.[adt] als bey mir ist Evident .

Beethoven



1 Nach FrBH 1, S. 391, befand sich der Brief ursprünglich im Besitz der Nachkommen des Komponisten Paul Maschek (1761 – 1826). Da dieser kaum als Kopist für Beethoven tätig gewesen sein dürfte, kommt am ehesten einer seiner Söhne oder ein anderer naher Verwandter als Adressat in Betracht. Aus den Konversationsheften vom März 1824 geht hervor, daß tatsächlich ein Maschek mit Kopiaturarbeiten befaßt war, s. Anm. 2.

2 Nach Gesprächen um den 13.3.1824 wünschte der Kopist Maschek, die ihm übertragenen Kopiaturarbeiten nicht in Beethovens, sondern seiner eigenen Wohnung durchführen zu lassen, s. BKh 5, S. 213 und 216. Im vorliegenden Brief, der nicht lange danach geschrieben worden sein dürfte, geht Beethoven mit einer abschlägigen Antwort darauf ein.

3 Op. 125.

4 Beethoven wohnte in der Vorstadt Landstraße Nr. 323, Ungargasse im Haus "Zur schönen Sklavin".


© 1998 G. Henle Verlag, München