Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1812. Beethoven an Joseph Karl Bernard
(Fragment)
[Wien, 12. April 1824]1
1 Schindler führte den im vorliegenden Brief angesprochenen Auftrag am Vormittag des 12.4.1824 aus, s. BKh 6, S. 32f. (die Eintragungen stammen von diesem Tag). Bernard sagte seinen Bericht in "3 – 4 Tagen" zu.
2 Ludwig XVIII. hatte Beethoven eine goldene Medaille mit seinem Bildnis und der Inschrift "Donée Par Le Roi à Monsieur Beethoven" auf der Rückseite verliehen, s. die Briefe 1781 und 1805 vom 20.2. bzw. 4.4.1824.
3 Die Partiturabschrift der Missa solemnis, auf die König Ludwig XVIII. subskribiert hatte.
4 Am 15.4.1824 erschien in der Wiener Zeitung (Nr. 87, S. 373) die Mitteilung: " Se. Majestät der König von Frankreich haben dem hiesigen Tonsetzer Ludwig van Beethoven, bey Gelegenheit der Uebersendung der Partitur seiner neuen Messe, zur Bezeigung der Zufriedenheit über dieses große Tonwerk, eine goldene Medaille, mit dem Bildnisse Sr. Majestät, und der Inschrift auf der Rückseite: 'Von dem Könige Hrn. Beethoven verliehen', zustellen zu lassen geruhet."
5 Der Sieg des Kreuzes. Zur Vorgeschichte dieses Projektes s. Brief 1772 vom 13.1.1824.