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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1898. Beethoven an Hans Georg Nägeli in Zürich

Vien am 17ten Novemb. 1824

Mein sehr werther Freund!

Überhaüft u. bey der späten Jahreszeit mich nicht genug hüthend wieder kränklich, glauben sie mir war es nicht möglich ihnen eher zu schreiben, ihre <praenumeration> Subscribtion belangend1 erhielt ich noch nur einen subscrib enten auf 2 Exemplare , Hr. v. Bihler Erzieher der Familie Seiner Kais[e]rl. Hoheit des Erzherzog Karls – den Erzherzog selbst zu erlangen ward versucht jedoch vergeblich – überall habe ich angespornt, leider ist man hier zu überschwemmt mit zu vielem – dies ist alles, was ich in der Geschwindigkeit ihnen schreiben kann, auch in Haßlinger habe ich deswegen gedrungen – vergebens – man ist wirklich arm hier in Österr. u. für Kunst wissenschaft bleibt wenig durch die durch den Krieg noch immer fortdaurenden drangvolle Zeiten – was später <das>die Honorare anbelangt so werde ich dieses gern besorgen, nur schreiben sie mir deutlich wohin?

ich umarme sie im Sinne u. rechnen Sie allzeit auf ihren Sie Hochachtenden wahren Freund
Beethoven

An Seine Wohlgebohrn Hr. Georg Nägeli Berühmten Schrif[t]steller in Zürich.



1 Siehe Brief 1856 vom 3.8.1824.


© 1998 G. Henle Verlag, München