Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1958. Beethoven an Dr. Anton Georg Braunhofer1
Wien am 18 April 1825.
1 Anton Georg Braunhofer (um 1781 – 1846), gebürtig aus Prag, Professor für allgemeine Naturgeschichte und Technologie an der Universität Wien, Doktor der Heilkunde und Mitglied der medizinischen Fakultät, wohnhaft im Gundelhof am Bauernmarkt Nr. 588 (Innere Stadt). Beethoven hatte ursprünglich seinen langjährigen Arzt Dr. Jakob Staudenheim konsultieren wollen, der aber nicht erreichbar war, vgl. BKh 7, S. 220 (Eintragungen des Neffen Karl vom 17.4.1825). Danach sollte der Neffe Dr. Braunhofer ans Krankenbett rufen. Das vorliegende Schreiben entstand, um es im Falle der Abwesenheit des Arztes als Nachricht hinterlassen zu können, s. BKh 7, S. 221. Braunhofer erschien sofort und verordnete Beethoven eine Diät, s. BKh 7, S. 221f.