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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

1958. Beethoven an Dr. Anton Georg Braunhofer1

Wien am 18 April 1825.

Mein verehrter Freund

Ich befinde mich übel, u. hoffe, sie werden mir ihre Hülfe nicht versagen, daß [recte: da] ich große Schmerzen leide, ist es möglich, daß sie mir noch heute einen Besuch geben können, so bitte ich innigst darum. –

mit immer währender Dankbarkeit u. Hochachtung ihr
Beethoven
Johannisgasse Nro 969 im 4ten Stock rechts die Thür. –

An Seine Des Herrn Dr v. Braunhofer Wohlgeboren allhier



1 Anton Georg Braunhofer (um 1781 – 1846), gebürtig aus Prag, Professor für allgemeine Naturgeschichte und Technologie an der Universität Wien, Doktor der Heilkunde und Mitglied der medizinischen Fakultät, wohnhaft im Gundelhof am Bauernmarkt Nr. 588 (Innere Stadt). Beethoven hatte ursprünglich seinen langjährigen Arzt Dr. Jakob Staudenheim konsultieren wollen, der aber nicht erreichbar war, vgl. BKh 7, S. 220 (Eintragungen des Neffen Karl vom 17.4.1825). Danach sollte der Neffe Dr. Braunhofer ans Krankenbett rufen. Das vorliegende Schreiben entstand, um es im Falle der Abwesenheit des Arztes als Nachricht hinterlassen zu können, s. BKh 7, S. 221. Braunhofer erschien sofort und verordnete Beethoven eine Diät, s. BKh 7, S. 221f.


© 1998 G. Henle Verlag, München