Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
1967. Beethoven an Dr. Anton Georg Braunhofer
[Baden,] am 13ten May 1825

1 Braunhofer hatte Beethoven eine Diät verordnet und sich mehrfach geweigert, "stärkende Mittel" zu verschreiben, vgl. BKh 7, S. 224, 227ff. und 233f.
2 Beethoven hatte Schokolade und Mandelmilch trinken müssen, reizende Getränke wie Kaffee und Wein waren ihm untersagt worden.
3 Stinkend, erstickend, nach der altitalischen Göttin Mephitis, der Beherrscherin erstickender Dünste.
4 John Brown (1735 – 1788), englischer Arzt, hatte 1780 eine eigene Theorie der Heilkunde aufgestellt, die Erregungstheorie. Danach entstehen Krankheiten durch übermäßige oder fehlende Reize, die mit dämpfenden oder reizverstärkenden Mitteln bekämpft werden müssen. Max Stoll (1742 – 1787), aus Württemberg stammender Arzt, ließ sich 1777 in Wien nieder und gehörte der sogenannten "Wiener Schule" an, die der Homöopathie nahestand. Beethoven hielt die Methoden Browns am zuträglichsten für seine Natur. Braunhofer neigte den Lehren Stolls zu.
5 Doppelt unterstrichen.
6 Über den Empfang des Briefes und des Kanons (WoO 189) s. BKh 7, S. 280.