Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
2097. Beethoven an Karl Holz1
[Wien, kurz vor dem 27. November 1825]2
1 Nach der Redeweise zu schließen, ist Karl Holz Adressat des Briefes gewesen.
2 Der Brief wurde kurz vor dem erwähnten Gesellschaftskonzert (s. Anm. 7) vom 27.11.1825 geschrieben.
3 Brief 2096 .
4 Siehe Brief 2095 .
5 Franziska Vivenot geborene Edle von Vogel, Frau des Arztes Dr. Dominik Vivenot (1764 – 1833). Holz erwähnt sie im Konversationsheft mehrfach im Zusammenhang mit der Vermittlung einer Haushälterin.
6 Gemeint ist die seit 1825 in verschiedenen Lieferungen erscheinende Anekdotensammlung Bären von Ignaz Franz Castelli.
7 Es geht um Eintrittskarten vermutlich für das erste Gesellschaftskonzert des Musikvereins in der Saison 1825/26, das am Sonntag, dem 27.11.1825, stattfand. Auf dem Programm standen Beethovens dritte Symphonie, eine Szene aus Rossinis Otello (2. Finale), das Cellokonzert fis-Moll op. 30 von Bernhard Romberg und das Gloria aus der zweiten Messe d-Moll von Cherubini, s. den Bericht in AMZ 27 (1825), Sp. 848. Eintrittskarten wurden für die Mitglieder ab dem 24. November in der Kanzlei des Musikvereins ausgegeben.
8 Von dem griechischen Philosophen Diogenes wird berichtet, er sei einmal am hellen Mittag mit einer Laterne durch Athen gegangen und habe auf die Frage, was er suche, geantwortet: "Ich suche Menschen".
9 Um den 7.11.1825 hatte der Neffe Karl, um sich gegen Beethovens Mißtrauen zu verteidigen, seinen Stundenplan mitgeteilt: "Dann von 9 – 12 Collegium . Nachmittag von 3 – 5 Collegium " , s. BKh 8, S. 183.
10 Der Neffe Karl wohnte während seiner Studienzeit am Polytechnischen Institut bei dem Kanzleibeamten Mathias Schlemmer auf der Wieden, Alleegasse Nr. 72.
11 Reisser hatte sich im Mai 1825 eine Partitur der noch unveröffentlichten Missa solemnis erbeten, um sie für sich privat abschreiben zu lassen, s. BKh 7, S. 283 und Brief 2096 .
12 Der Satz ist auf der 1. Seite der Nachschrift nachgetragen. Es geht um das Kostgeld bei Schlemmer.