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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

2211. Beethoven an Ignaz Czapka

[Wien, am oder kurz nach dem 26. September 1826]1

Eur wohlgebohrn!

Herr Hofrath von Breuning u. ich haben genau überlegt, was zu thun sey, u. fanden doch immer, daß in diesem Augenblick nichts anders geschehen könne, als daß Karl einige Täge, wegen seiner Entfernung von hier zum Militär, bey mir zubringen müße – Seine Reden sind noch aufwallungen von dem Eindruck, welchen meine Zurechtweisungen auf ihn gemacht, da er schon im Begriff stand, seinem Leben ein Ende zu machen, allein er zeigte sich auch nach dieser Periode liebevoll gegen mich; seyn sie überzeugt, daß mir die Menschheit auch in ihrem Falle immer heilig bleibt, eine Ermahnung von ihnen würde gute wirkung hervorbringen, auch dörfte es nicht schaden, ihn merken zu laßen, daß er ungesehen bewacht werde, während er bey mir ist. –
Genehmigen Sie meine hohe Achtung für sie, u. betrachten sie mich als liebender Menschenfreund, der nur gutes will, wo es möglich ist –

ihr Ergebenster
Beethoven
Für Seine wohlgebohrn Hr. Magistratsrath v. Zpapka [sic].



1 Das zu Eingang erwähnte Gespräch mit Stephan von Breuning fand ausweislich der Konversationshefte (BKh 10, S. 239ff.) am 26.9.1826 statt. Der vorliegende Brief wurde am selben Tage oder kurz danach geschrieben.


© 1998 G. Henle Verlag, München