Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen
Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für
Münzen und
Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen
Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo,
Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).
Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein
Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.
Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.
2227. Beethoven an Tobias Haslinger
Gneixendorf am 11ten 9 br [= November] 1826.
1 Wohl Brief 2221 vom 13.10.1826. Dieser Brief traf laut Registraturvermerk am 16.10.1826 ein und wurde vermutlich nicht beantwortet.
2 Vgl. Brief 2225 vom 30.10.1826.
3 Das Paket sollte den neuen Schlußsatz von op. 130 enthalten. Es ging erst am 22.11.1826 ab, s. Brief 2229 .
4 Nach seinem Spesenbuch zahlte Artaria am 25.11.1826 "an Haslinger für Beethoven 15 # in Gold" , s. N II, S. 365.
5 Gemeint sind wohl die Oper Fidelio, die Kantate "Der glorreiche Augenblick" und möglicherweise zwölf englische Lieder, die Beethoven zusammen mit einer Anzahl anderer Werke schon im Frühjahr 1815 an S.A. Steiner, Haslingers Vorgänger, verkauft hatte.
6 Beethoven bezieht sich wohl auf ein Gespräch mit Holz um den 18.9.1826: " Haslinger wird die Cantate herausgeben, wenn Sie was immer für ein Honorar verlangen für die Vermehrung" , s. BKh 10, S. 228 (Bl. 31r). Schon 1825 hatte er erwogen, die Kantate, von Haslinger postum als op. 136 veröffentlicht, durch "eine Art overture " zu erweitern, s. Brief 1992 vom 12.6.1825.