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Hilfe zur Benutzung der Brieftexte

Editorische Zeichen in den Brieftexten

  • <...> Streichung, Überschreibung, Löschung
  • [...] Herausgeberzusatz
  • +...+ Markierung längerer Passagen, auf die im Kommentar eingegangen wird, z.B. mehrfache Unterstreichung
  • +...+ Einfügungen des Schreibers mit Verweiszeichen im Original
  •  ... * Asterisk, Kennzeichnung von Textverlust durch Beschädigung der Handschrift

Ungebräuchliche und schwer verständliche Abkürzungen im Brieftext werden in eckigen Klammern [ ] aufgelöst. Die gängigen Abkürzungen und Zeichen für Münzen und Währungen bleiben unverändert. Nicht aufgelöst werden auch die geläufigen Abkürzungen bei Tempo- und Instrumentenbezeichnungen wie Allo, Andte, Vno(Violino) und Vcello(Violoncello).

Wurde ein Dokument im Laufe der Überlieferung getrennt und befindet sich nur ein Teil im Beethoven-Haus Bonn, ist dieser Teil in der Übertragung fett wiedergegeben.

Abkürzungen in den Brieftexten

  • # Dukaten
  • sfl., f., fr. Florin, Gulden
  • kr, xr, x Kreuzer
  • C.M., c.m. Konventionsmünze
  • W.W., w.w. Wiener Währung
  • BZ, B.Z. Bancozettel
  • £ Pfund Sterling
  • Rthlr Reichstaler
  • Thlr Taler
  • d.c. da capo
  • d.g., dgl. dergleichen
  • d.s. dal segno
  • etc. et cetera
  • mp, m.p. manu propria
  • Nb. Nota bene
  • P.P. Praemissis Praemittendis
  • P.S. Postscriptum
  • P.T. Pleno Titulo

Der nachgestellte Kommentar enthält den Quellennachweis sowie textkritische und erläuternde Anmerkungen. Für die häufiger zitierte Literatur werden Abkürzungen und Siglen verwendet.

2245. Beethoven an Stephan von Breuning1

[Wien, Ende Dezember 1826]2

Bei Karl sind, glaube ich, 3 Punkte zu beobachten, erstl., daß er nicht wie ein sträfling behandelt werde, welches gerade nicht das Wünschenswerthe, sonder[n] entgegengesezte Hervorbringen würde – 2-tens um zu höheren Graden befördert zu werden, darf er doch nicht gar zu gering u. unansehnlich leben –
3-tens dörfte eine gar zu große Einschränkung im Essen u. trinken ihm doch hart fallen – ich greife dir nicht vor.



1 Stephan von Breuning wird aus innneren Gründen als Adressat angenommen. Er war ein Duzfreund Beethovens und seit dem 26.9.1826 als Vormund für die Führung des Neffen verantwortlich.

2 Der Brief wurde vermutlich vor der am 2.1.1827 erfolgten Abreise des Neffen zu seinem Regiment nach Iglau geschrieben. Er berührt sich inhaltlich mit den Vorschlägen Breunings über die Höhe des monatlichen Unterstützungsgeldes für den Neffen, die Ende Dezember 1826 in den Konversationsheften erörtert wurden, vgl. aut. 51,127 Bl. 5v und 16rf. (Berlin, Staatsbibliothek).


© 1998 G. Henle Verlag, München